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Buchtipps - Belletristik

In seinem neuen Roman "Lektionen" erzählt der Autor Ian McEwan ein ganzes Menschenleben von den 60er Jahren bis ins Heute. Es ist die Geschichte von Roland Baines, der als Kind mit seinen Eltern von Libyen nach England kommt. Sein Leben wird geprägt sein von der verwirrenden Beziehung als 14-jähriger zu seiner Klavierlehrerin, das Scheitern seiner Ehe, als seine Frau Alissa ihn und seinen Sohn  Lawrence verlässt und natürlich den politischen Ereignissen des vergangenen Jahrhunderts.

Nina kommt Anfang der 1920er Jahre aus der Uckermark nach Berlin um Karriere zu machen. Als Regieassisstentin ist es ihr anfangs nicht vergönnt in dieser Männerdomäne Fuß zu fassen. Auch als sie den damals schon gefeierten Schauspieler Anton Wendland trifft, der ihr unter Umständen zu einer Karriere verhelfen könnte, will es Nina alleine schaffen. Mit diesem Willensmut und einigen schrägen aber talentierten Künstler-Typen, die ihre Freunde werden, muss es doch gelingen, das Berliner Varieté zu erobern.

Nach einigen erfolglosen Jobs ergreift die junge Henrietta die Chance, für todkranke Menschen deren Lebensgeschichte aufzuschreiben und in einer Art Album festzuhalten.  Es soll eine bleibende Erinnerung für die Angehörigen sein. Auch Annie, ihre erste Patientin hat etwas zu erzählen. Und ihre Geschichte wird gleich zu einer großen Herausforderung für Henrietta.   

Es passiert mitten in den achtziger Jahren.  Ein Mann, der sich Thomas Jerome Newton nennt betritt die Erde mit einer Mission. Seinen Planeten Anthea zu retten. Auf diesem wird dringend Wasser benötigt. In Kentucky gründet er ein erfolgreiches Weltunternehmen und zieht durch seine Intelligenz und seine besondere Erscheinung etliche Leute in seinen Bann. Er setzt den Rechtsanwalt Farnsworth als Geschäftsführer ein und der Chemieprofessor Nathan Bryce soll ein Raumschiff konzipieren, mit dem Thomas Jerome Newton wieder auf seinen Heimatplaneten zurückkehren kann.

Greta Monderaths Gedächtnis und ihre Gedanken driften immer mehr ab ins Reich des Vergessens. Und Tom, ihr Sohn hat Angst, dass sie ihn bald gar nicht mehr erkennt. Greta leidet an Demenz. Sie hat die Zeit vergessen, als sie den GI Bob in Heidelberg kennenlernt. Es ist ihre große Liebe. Und mit ihm hat sie eine Tochter, Marie.  Bob muss zurück in die Heimat und Marie in ein Kinderheim. In Gretas größter Not lernt sie Konrad kennen,  der ihr eine große Stütze ist. Doch sieht sie Marie jemals wieder? Konrad wird Arzt, die beiden heiraten.

In seinem neuen Buch schreibt Alex Capus über eine Künstlerin, die Mitte des neunzehnten  bis Ende zwanzigsten Jahrhunderts  gelebt hat, Susanna Faerch. Schon früh wird ihr Talent für die Portraitmalerei erkannt und gefördert. Aufgewachsen ist sie in Kleinbasel in der Schweiz. 1850 verlässt sie das Land mit ihrer Mutter und emigrierte in die USA. Nach der Ehe mit einem Arzt, die Ehe blieb kinderlos, bekommt sie aus einer kurzen Beziehung 1876 ihren Sohn Christie.

Jimmy ist erst fünfzehn, als er Martha kennenlernt. Sie ist eine Frau, die mitten im Leben steht, Professorin in Heidelberg. Und so ganz langsam und sehr leise bahnt sich zwischen beiden eine Liebesbeziehung an. Manchmal konnte ich es gar nicht so nachvollziehen, was diese Beziehung so ausmacht. Für Jimmy ist es vielleicht die große Liebe. Für Martha ist sie eventuell doch nur ein Spiel. Und Jimmy hadert mit sich und seinem Leben. Er zieht von Ludwigshafen nach München in eine Wohnung im Olympischen Dorf.

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht das Leben von Wilhelmine, die mit ihrer Tochter Greta in ihrem Haus in der Elbmarsch lebt. Als nach einem Schwächeanfall die Kräfte langsam schwinden, bittet Greta ihre Schwester Freya und die Tochter Anna zu kommen. Doch was Hilfe sein soll, entpuppt sich schnell als Beziehungsdilemma der vier Frauen untereinander. Die eisige Atmosphäre zwischen Mutter und Töchtern ist begründet in einem Familiengeheimnis, das zum Ende des Buches gelüftet wird.

In ihrem neuen Buch erzählt Isabel Allende von Violeta de Valle, die 1920 während der Spanischen Grippe als Schwester von fünf Brüdern geboren wird. Sie wird 100 Jahre alt werden und schreibt für ihren Enkel, den sie nach dem Tod der Tochter großgezogen hat, kurz vor ihrem Tod ihr ganzes bewegtes Leben auf. Ein Leben in einem Land, das von Diktaturen und Staatsstreichen gebeutelt wurde. Durch die Weltwirtschaftskrise verliert die Familie ihren privilegierten Lebensstil und muss sich ins Hinterland zurückziehen. Der Roman 

Die Lebenserinnerungen ihrer Großmutter veranlassten die Autorin Alexa Hennig von Lange dazu, eine bewegte Geschichte in Form einer Trilogie zu schreiben. " Die karierten Mädchen" ist der erste Band. 

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